Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Tais
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Tais (Tetum; Fataluku: Lau)cite-ref-1[1] sind Gewebe von der Insel Timor. Die Herstellung der Textilien erfolgt vom Spinnen bis zum Weben komplett innerhalb einer Familie. Das Spinnen der FĂ€den und das Weben an einfachen Webrahmen (Gedog, Fataluku: Atihu)cite-ref-ttl-about-2-0[2] ist Handarbeit der Frauen. Aufgrund der kulturellen Bedeutung erhalten sie fĂŒr die Arbeit eine hohe WertschĂ€tzung. Die Rahmen fĂŒr die Ikat-Technik und die Webrahmen werden in der Regel von den MĂ€nnern gebaut. Gewebt werden Tais mit verschiedenen Techniken, die beidseitig das gleiche Muster im Stoff entstehen lassen. Die Frauen nutzen dazu traditionell die Trockenzeit, wenn die Feldarbeit ruht.cite-ref-turismo-3-0[3] In der Regenzeit wird die Arbeitskraft der Frauen auf den Feldern benötigt. Zu dieser Zeit wĂ€chst auch die Baumwolle heran, die am hĂ€ufigsten das Ausgangsmaterial fĂŒr die Stoffe liefert.cite-ref-ttl-about-2-1[2]

Bis zur UnabhĂ€ngigkeit Osttimors waren Tais aber nur wenig Thema wissenschaftlicher Forschungen.cite-ref-turismo-3-1[3] Die Regierung Osttimors beantragte am 23. Juni 2020 bei der UNESCO die Anerkennung von Tais als dringend erhaltungsbedĂŒrftiges Immaterielles Kulturerbe.cite-ref-4[4] Die Aufnahme in die UNESCO-Liste erfolgte am 14. Dezember 2021.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] Am 18. Januar 2022 erklĂ€rte das Nationalparlament Osttimors den 14. Dezember zum nationalen Tag des Tais (Dia Nacional do Tais).cite-ref-7[7]

Contents

‱ Fasern
‱ Spinnen
‱ FĂ€rben
‱ Weben
‱ Siehe auch
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Übersicht

Die farbenfrohen Textilien werden in erster Linie fĂŒr die eigene Verwendung hergestellt, aber auch fĂŒr den Handel, heutzutage auch als Souvenir fĂŒr Touristen.

FrĂŒher wurden vor der Arbeit von den Weberinnen Rituale durchgefĂŒhrt, bei denen den Göttern und Ahnen Opfer dargeboten wurden. Man sah mancherorts die Taisherstellung als Gottesgeschenk an und die Götter gaben Inspiration und Anweisungen.cite-ref-ttl-about-2-2[2]

Die Stoffe werden nicht nur, Ă€hnlich dem indonesischen Sarong, als KleidungsstĂŒcke getragen. Gerade in Osttimor haben die Tais eine hohe kulturelle und nationale Bedeutung. Zum Beispiel werden heilige Objekte (Lulik) darin eingeschlagen, sie dienen als BahrtĂŒcher auf SĂ€rgen und als Leichentuch, und im Nationalparlament Osttimors hĂ€ngen fĂŒr die Gemeinden Tais an den WĂ€nden anstatt regionaler Flaggen. FrĂŒher waren Tais eine beliebte Tauschwarecite-ref-turismo-3-2[3] und die alltĂ€gliche Kleidung der einheimischen Bevölkerung. Es war die Aufgabe der Frauen, dafĂŒr zu sorgen, dass die Familienmitglieder mit ausreichend Kleidung ausgestattet waren.cite-ref-ttl-about-2-3[2] Tais fĂŒr religiöse Zeremonien wurden in den Heiligen HĂ€usern (Uma Lulik) aufbewahrt, wo nach dem alten Glauben die Ahnen ĂŒber sie wachten. Sie kamen bei Geburten, als Mitgift, zu Hochzeiten, Beerdigungen und bei der Einweihung neuer GebĂ€ude zum Einsatz.cite-ref-ttl-about-2-4[2]

Gegen Ende der portugiesischen Kolonialzeit bekamen Tais den Ruf, hinterwĂ€ldlerisch zu sein. In den 1950er Jahren organisierten christliche Priester sogar Massenverbrennungen von Tais, um ihre Macht gegenĂŒber den rituell wichtigen Textilien zu beweisen. In der indonesischen Besatzungszeit (1975–1999) entwickelte sich eine kleine Tais-Industrie, da die indonesischen Soldaten die TĂŒcher gerne als Erinnerung mit nach Hause nahmen, spĂ€ter folgte Personal der Vereinten Nationen, inzwischen sind es Touristen. In der Landeshauptstadt Dili gibt es einen eigenen Tais Market, der TĂŒcher aus den verschiedenen Regionen anbietet. Bei Farbe und Motiven orientierte man sich am Geschmack der Kunden. Auch die Beschriftung dieser Souvenirs entstand in dieser Zeit.cite-ref-niner-8-0[8]

Heute sind Tais ein wichtiger Bestandteil des Nationalbewusstseins des jungen Staates Osttimor und sind auch in der AusĂŒbung des katholischen Glaubens eingegangen.cite-ref-ttl-about-2-5[2] Die Regierung Osttimors unterstĂŒtzt die Idee, Tais auch in moderne Kleidung, wie Röcke, Taschen oder Schuhe zu integrieren. Tais sind manchmal Teil der Paradeuniform der VerteidigungskrĂ€fte Osttimors. Auch Angestellte des Nationalparlaments tragen Uniformen mit Tais-Elementen. FĂŒr andere Beamte plant die ComissĂŁo da Função PĂșblica die EinfĂŒhrung solcher Uniformen. Außerdem sollen Tais bei der UNESCO als Kulturgut registriert werden.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] 27 staatliche Tais-Entwicklungszentren im Land dienen zur Fortbildung der Weberinnen. Hier werden sie dazu angeregt, in Gruppen zu arbeiten, um die ProduktivitĂ€t zu steigern. In den Zentren werden die hergestellten Tais auch zum Verkauf ausgestellt. Üblicherweise arbeiten die Frauen alleine oder nur mit der Hilfe engster Familienmitglieder. HĂ€ndler fahren durch die Dörfer und kaufen dann dort direkt von den Weberinnen und bieten dafĂŒr fertige Garne an. Auch auf den traditionellen MĂ€rkten werden Tais angeboten, so zum Beispiel in Pasar Tono, dem grĂ¶ĂŸten Markt in Oe-Cusse Ambeno.cite-ref-ttl-about-2-6[2]

Fasern

Meistens wird als Ausgangsmaterial gefĂ€rbte Baumwolle verwendet,cite-ref-turismo-3-3[3] was dem portugiesischen Einfluss zu verdanken ist. Sie bauten den Handel mit der Faser in der Region im 17. Jahrhundert auf. Timor wurde am Ende des 18. Jahrhunderts, als die Baumwollproduktion in der Region ihren Höhepunkt erreichte, zu einem wichtigen Handelszentrum fĂŒr Baumwollfasern.cite-ref-turismo-3-4[3]

WĂ€hrend in einigen Regionen weiterhin die Baumwollfasern von den Weberinnen selbst gesponnen und mit Naturfarben gefĂ€rbt werden, ist in anderen Regionen, z. B. Lospalos, die Verarbeitung von industriell gefertigten und gefĂ€rbten Garnen ĂŒblich. Auch synthetische Fasern, wie Polyester, Kunstseide, Acryl- und Viskosefasern, kommen heute zum Einsatz. Bis heute sind darĂŒber hinaus MetallfĂ€den, meist goldfarben, in Gebrauch. FrĂŒher wurde das Metall hierfĂŒr gewonnen, indem niederlĂ€ndische MĂŒnzen eingeschmolzen wurden.cite-ref-turismo-3-5[3]

Seit der UnabhĂ€ngigkeit Osttimors wurde vor allem in Baucau die Seidenproduktion ausgebaut. Allerdings sind diese Fasern verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teuer, weswegen sie noch immer selten verwendet werden.cite-ref-ttl-about-2-7[2]

Spinnen

Nach der Ernte der Baumwolle werden die Samen (tetum ledu) mit dem Fatu Ledu entfernt. Diese Entkörnungsapparatur besteht aus zwei Holzzylindern, zwischen denen die Baumwolle gefĂŒhrt wird. Noch primitiver ist ein Bambusstab, der ĂŒber eine Platte aus Schildkrötenpanzer gerollt wird. Die Baumwolle wird dann gekĂ€mmt, um Verunreinigungen zu entfernen, und dann durch Verdrehen gesponnen. Garn, das komplett gefĂ€rbt werden soll, wird in StrĂ€nge gewickelt; dasjenige, das mit der Ikat-Technik nur zum Teil gefĂ€rbt wird, wird zunĂ€chst zu einem KnĂ€uel aufgerollt.cite-ref-turismo-3-6[3]

FĂ€rben

AbhĂ€ngig von der verwendeten Webtechnik, findet das FĂ€rben entweder vor oder wĂ€hrend des Webprozesses statt. Es kann einige Tage bis mehrere Monate dauern, je nach der KomplexitĂ€t und der Anzahl der benötigten Farbstoffe in der Mixtur. Die FĂ€rbelösungen werden teilweise noch in TonkrĂŒgen angerĂŒhrt. Die traditionellen Pigmente zum FĂ€rben der Garne stammen grundsĂ€tzlich aus drei Hauptquellen, wobei jede Weberin ihre eigenen geheimen Variationen der Rezepte hat, um die gewĂŒnschten Farbtöne und Schattierungen zu erhalten. Die Rezepte werden mĂŒndlich von der Mutter zur Tochter weitergegeben, manchmal auch von Schwiegermutter zu Schwiegertochter. Da schriftliche Aufzeichnungen fehlen, fĂŒhrten die Turbulenzen der indonesischen Besatzungszeit zum Verlust von viel Wissen ĂŒber verschiedene FĂ€rbetechniken.cite-ref-ttl-about-2-8[2]cite-ref-turismo-3-7[3]

Die BlĂ€tter des Taun-Busches liefern einen dunkelblauen, grĂŒnen oder schwarzen Farbton. Die gesammelten BlĂ€tter werden in einem Mörser zerstoßen. Mit Wasser und Kalkstein zu einer Paste verarbeitet, wird der Farbton dunkel und bestĂ€ndig. Ist Kalkstein nur schwer erhĂ€ltlich, wird er mit anderen Materialien, wie zum Beispiel zerstoßenen Muschelschalen vermischt. Je nachdem welche Schattierung man erhalten möchte, bleibt der Faden eine bestimmte Zeit in der Lösung der Paste. FĂŒr Schwarz dauert das FĂ€rben eine ganze Woche.cite-ref-turismo-3-8[3]

Auch die Stigmen der Kurkumacite-ref-ttl-about-2-9[2] werden zum FÀrben verwendet. Die safrangelben Stigmen werden abgetrennt, pulverisiert und mit mehr oder weniger Wasser gelöst, je nachdem, welche Schattierung man erreichen will. Das Garn bleibt mindestens 24 Stunden in der Lösung. Die Dauer beeinflusst die Leuchtkraft der Farbe. Auf diese Weise werden, je nach Rezept, Töne von Hellgelb bis zum krÀftigsten Orange erreicht.cite-ref-turismo-3-9[3]

Die weichen BlĂ€tter des Teakbaumes (Teka) werden in einem Mörser zerstoßen und mit Wasser zu einem Brei zubereitet. Die Menge an Wasser und die Anzahl der Tage, die das Garn in der Lösung liegt, fĂŒhrt zu Farbvariationen von Rosa bis Rot, mit unterschiedlichen LeuchtstĂ€rken und IntensitĂ€ten.cite-ref-turismo-3-10[3]

Diese Rezepte sind nur die einfachen Versionen, sie können noch weitaus komplexer werden durch die Nutzung vieler verschiedener natĂŒrlicher Rohstoffe, die als Fixierer, Beizmittel oder basisches Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Als Beizmittel dienen zum Beispiel Öle der Lichtnuss oder von Tamarindensamen, die etwa eine Woche einwirken.cite-ref-turismo-3-11[3] Manche Rohstoffe kommen nur lokal vor und werden daher nur dort verwendet, so zum Beispiel die BlĂ€tter der Charunu-Pflanze aus der Gattung der Indigofera.cite-ref-soares12-11-0[11] IndigoblĂ€tter liefern einen blauen Farbstoff. Schlamm kann fĂŒr Schwarz verwendet werden. Mit der Wurzel des Nonibaums (morinda citrifolia, tetum Nenuka) und der Lichtnuss werden Rottöne gewonnen. Die Rinde der Betelnusspalme erzeugt Brauntöne. ChiliblĂ€tter, BlĂ€tter des Katappenbaums und MangoblĂ€tter sorgen fĂŒr GrĂŒntöne.cite-ref-ttl-about-2-10[2]

Es kommen verschiedene FĂ€rbe- und Webtechniken zum Einsatz. Das „Kettfaden-Ikat“ (in Osttimor Futus oder Sisirana genannt)cite-ref-ttl-about-2-11[2], bei dem die KettfadenstrĂ€nge jene der SchussfĂ€den ĂŒberdecken, wird in allen Regionen Timors angewendet und ist die gebrĂ€uchlichste Technik. Sie ist typisch fĂŒr Timor, wĂ€hrend sie im restlichen Archipel keine Bedeutung hat. Der Schussfaden wird auf Timor nicht mittels Ikat gefĂ€rbt. Als Vorlage fĂŒr die Motive dienen Zeichnungen auf geflochtenen Matten oder heutzutage Papiervorlagen, die eigentlich fĂŒr HĂ€kelarbeiten gedacht waren. Die FĂ€den haben bei dieser Technik zunĂ€chst noch ihre natĂŒrliche Farbe, bevor sie im Ikatrahmen eingespannt werden. Die Rahmen sind sehr einfache Konstruktionen. Vier Stöcke werden einfach zu einem Rahmen zusammengesetzt. Mit Hilfe weiterer fester und loser Stöcke werden die GarnstrĂ€nge gewissenhaft parallel straff gespannt. Die Weberin bindet dann entsprechend dem Muster der Vorlage FĂ€den mit trockenen Pflanzenstreifen oder Raphiabast ab. Danach werden die StrĂ€nge wieder aus dem Rahmen gelöst und gefĂ€rbt. Wo die FĂ€den abgebunden sind, bleibt er ungefĂ€rbt. Vor dem Weben werden die FĂ€den mit einer Tapiokalösung gehĂ€rtet, um sie leichter exakt so zu weben, dass das Muster wiederhergestellt wird. Die Abbindungen werden dann wieder entfernt.cite-ref-turismo-3-12[3]

Weben

AufwĂ€ndiger als die Ikat-Rahmen, aber trotzdem noch rudimentĂ€r, sind die Webrahmen, die mit einem Band um die Taille der Weberin gebunden werden. Der Webrahmen und die KettfĂ€den werden mit dem Körper ĂŒber das Band angespannt. Die Weberin sitzt mit gestreckten Beinen auf dem Boden, oft auf selbstgemachten Matten auf der Veranda des Wohnhauses oder darunter, wenn es ein Stelzenhaus ist.cite-ref-ttl-about-2-12[2]cite-ref-turismo-3-13[3] Die Regierung Osttimors hat bequemere WebstĂŒhle mit Sitzen eingefĂŒhrt. Da sie aber fĂŒr Heimarbeiten zu teuer und zudem sperriger sind, setzen sie sich nicht wirklich gegenĂŒber den einfachen und leicht zu verstauenden Webrahmen durch.cite-ref-ttl-about-2-13[2]

Die mit Ikat gefĂ€rbten KettfĂ€den werden mit nur einem Schussfaden gewebt. Danach wird die TapiokastĂ€rke mit Wasser wieder aus dem Stoff gewaschen.cite-ref-turismo-3-14[3] Bei Buna gibt es einen zusĂ€tzlichen, unregelmĂ€ĂŸigen Schussfaden, der im Ergebnis wie Stickerei wirkt. Die Bezeichnungen fĂŒr die unterschiedlichen Methoden variieren je nach Region. Oft kombiniert man Ikat und Sotis.cite-ref-turismo-3-15[3]

Bei der Sotis-Technik werden KettfÀden lÀnger flottiert.cite-ref-turismo-3-16[3] Hier wird nur einfach gefÀrbtes oder naturfarbenes Garn verwendet. Die Herstellung der Stoffe verlÀuft schneller, weshalb sie auch billiger als die anderen Tais sind.cite-ref-ttl-about-2-14[2]

Formen, Motive und regionale Unterschiede

Die Tais von Timor sind bekannt fĂŒr ihre krĂ€ftigen Farben, wobei dies aber nicht unbedingt eine immer zutreffende Eigenschaft ist. Rot ist auf Timor mehr als auf anderen Inseln der Region eine dominierende Farbe. Der Ursprung wird der Farbe der in der Trockenzeit blĂŒhenden Bougainvillea zugeschrieben, was aber nicht gesichert ist. FĂŒr viele timoresische Gruppen steht Rot fĂŒr Leben, Blut und Mut. Wird der Faden nicht in Naturweiß belassen, verwendet man fĂŒr die Grundfarbe bei Ikat Rot, Orange und Gelb, im Kontrast zu Schwarz.cite-ref-turismo-3-17[3]

MĂ€nner tragen Tais Mane (Fataluku: Nami Lau oder Lau Sekuru), rechteckige TĂŒcher, die aus zwei bis drei zusammengenĂ€hten Teilen bestehen und um die HĂŒfte gewickelt werden. Die Frauen tragen Tais Feto (auch Sabulu, Fataluku: Tupur Lau oder Lau Tupurarhini), die schlauchförmig genĂ€ht sind und eng am Körper anliegen. Sie werden entweder um die HĂŒfte oder die Brust herum getragen, wobei eine einzige Falte ermöglicht, sich zu bewegen. Kleinere TĂŒcher dienen als Geschenk oder als Tauschware, GĂŒrtel, Taschen fĂŒr BetelnĂŒsse oder Kopfbedeckung. Bei diesen wird eher Sotis oder Buna statt Ikat zur Dekoration verwendet.cite-ref-turismo-3-18[3] Die Selendang, die die Form von Schals haben, kamen in den letzten Jahren in Mode. Oft werden sie als Geschenk dem Gast ĂŒberreicht, so bei wichtigen Besuchern bei staatlichen Institutionen, hier hat man wohl die Tradition des tibetischen BegrĂŒĂŸungsschals ĂŒbernommen.cite-ref-ttl-about-2-15[2] Oft finden sich auf Selendang Beschriftungen. So werden zum Beispiel aktuelle Ereignisse, wie die Fußballweltmeisterschaft oder die UnabhĂ€ngigkeit Osttimors, hier als Themen verarbeitet.cite-ref-niner-8-1[8] Zudem probiert man auch neue Produkte zu entwickeln, so werden Tais zu modernen KleidungsstĂŒckencite-ref-12[12] oder Taschen verarbeitet oder dienen als Bezugsstoff von Schachteln.cite-ref-13[13]

Je nach Region unterscheiden sich die TĂŒcher in ihren Mustern. Die Vielfalt der regionalen Unterschiede der Tais ist in Osttimor deutlich grĂ¶ĂŸer als im Westteil, auch wegen der stĂ€rkeren ethnischen Zersplitterung. DafĂŒr sind die Ikat-Arbeiten in den Stoffen im Osten allgemein weniger extensiv als im Westen. Traditionelle Motive geben nicht nur den Geschmack der Weberin wieder, sie spiegeln auch Eigenschaften des TrĂ€gers wider.cite-ref-turismo-3-19[3]

Meist werden in den Motiven Tiere und Elemente der Natur gezeigt, die mit lokalen Mythen und Ritualen in Verbindung stehen. MenschenĂ€hnliche Figuren mit gestreckten Armen und HĂ€nden sind hĂ€ufig, ebenso Tiergestalten, wie Vögel, HĂ€hne, Krokodile, Pferde, Fische und Wasserinsekten. Dazu kommen Pflanzen, BĂ€ume (als Quelle des Lebens und Zentrum der Welt) und BlĂ€tter sowie geometrische Figuren, Haken und Rhomben (Kaif). Man vermutet, dass Letztere von der Dong-Son-Kultur ĂŒbernommen wurden,cite-ref-turismo-3-20[3] zu der es vor 2000 Jahren Kontakt gab, wie in Osttimor gefundene Dong-Son-Trommeln belegen.cite-ref-14[14] Auch die Motive werden von der Mutter an die Tochter weitergegeben. Sie zeigen Symbole der lokalen Gemeinschaft und geben ihre alten Mythen wieder. Selbst wenn auf den Bezug auf die Herkunft verzichtet wird, reprĂ€sentieren die Dekorationen das Ansehen und den sozialen Status des TrĂ€gers.cite-ref-turismo-3-21[3]

Neben eigener Baumwolle verwendet man in Ainaro auch importierte Garne aus Australien, Thailand und Indonesien. Unterschiedliche Typen von Tais, wie in anderen Regionen, werden hier nicht unterschieden.cite-ref-ttl-ainaro-15-0[15]

Bei den Makasae in Baucau herrschen bei Stoffen fĂŒr MĂ€nner (Kola) und fĂŒr Frauen (Rabi) strahlend bunte Ikat-Stoffe vor. Charakteristisch sind LĂ€ngs- und Querstreifen in Magenta, Rosa, Blau, Lila, GrĂŒn und Dunkelrot. Der Mittelteil wird durch ein kastanienbraunes Band verziert. Typisch bei den Makasae sind auch Dekorationen (Gi Wali) mit einem zusĂ€tzlichen Schussfaden (Tiranai) an den Enden des braunen Bandes. Kolas tragen traditionell zwei rötliche Ikat-Muster (Gi Liana Uta Raci), die lange Seite ist gleichmĂ€ĂŸig strukturiert. Neuerdings werden auf die Doppelkante kleine geometrische Formen (Gi Suru) zur Dekoration aufgenĂ€ht. Ikat-Tais sind Teil der Mitgift der Braut (siehe Barlake). Nach der Hochzeitszeremonie trĂ€gt das Brautpaar Kola und Rabi um die Schultern. Diese Sandaran Wanita sind ein Geschenk der Brautmutter. Auch bei den aufwendigen Bestattungszeremonien haben Tais eine wichtige Rolle. Der Leichnam wird auf Kolas in den Sarg gelegt und mit ihnen bedeckt. Kolas trennen auch den Raum mit dem Sarg ab.cite-ref-ttl-laut-m-16-0[16]

In Marobo (Gemeinde Bobonaro) werden neben eigener Baumwolle auch gekaufte Garne in zwölf verschiedenen Farben zur Herstellung der Tais genutzt. GefĂ€rbt wird mit natĂŒrlichen, pflanzlichen Materialien. Die verschiedenen Muster tragen jeweils eigene Namen: Sabu/Hitam, Laralipa/Garis, Apideng, Kadeleng, Manusaeng, Megai und Nabang. Bodahto werden nur in Marobo hergestellt und von MĂ€nnern getragen.cite-ref-ttl-bobonaro-17-0[17]

In Cova Lima herrschen traditionelle Motive vor, wie stilisierte Haken oder Tiere; so das Krokodil, das von einigen Gruppen verehrt wird.cite-ref-turismo-3-22[3] Die klassischen Muster bei den Stoffen fĂŒr MĂ€nner in Suai Loro werden Klar, Duka, Sabunini und dan Halailaran genannt. FĂŒr die Muster bei Frauen gibt es keine besondere Namen.cite-ref-ttl-cova-lima-18-0[18]

In der Hauptstadt Dili ist die Produktion stĂ€rker kommerzialisiert. Die Tais haben lebendige Farben, gerade Ikat-Streifen zwischen anderen dĂŒnnen Linien in den Grundfarben. Hier werden vor allem importierte Baumwolle und chemische Farbstoffe verwendet, die Herstellung wird aber ebenso sorgfĂ€ltig wie auf dem Land durchgefĂŒhrt.cite-ref-turismo-3-23[3]

Auch in Ermera wird Garn gekauft, da in der Gemeinde keine Baumwolle wĂ€chst.cite-ref-ttl-ermera-19-0[19] Nur in Ermera werden die Tais der MĂ€nner nicht bunt gefĂ€rbt. Alle Tais Mane sind zum grĂ¶ĂŸten Teil schwarz, mit kleinen zusĂ€tzlichen SchussfĂ€den oder subtilen Designs mit Ikat in Weiß. Die (Nicht-)Farbwahl begrĂŒndet sich mit der Herkunft eines wichtigen, alten Herrschers aus Ermera. Schwarz ist die Farbe der Herrscher und anderen Adligen auf Timor.cite-ref-turismo-3-24[3] Man unterscheidet Tais Futus, die von Jugendlichen bei Zeremonien getragen werden, Tais Larhechu, meist dunkle Tais fĂŒr Beerdigungen, und Tais Kase fĂŒr andere Zeremonien. Jugendliche tragen diese bei Hochzeiten in strahlenden Farben, wĂ€hrend die Ältesten dunkle Farben benutzen. Tais mit modernen Designs verwenden manchmal GoldfĂ€den und zeigen Motive wie Tiere, mystische Götter und andere.cite-ref-ttl-ermera-19-1[19]

FĂŒr die Gemeinde (Gemeinde LautĂ©m) haben die gewebten TĂŒcher, die in der lokalen Sprache Fataluku Lau heißen, eine besondere Bedeutung. Der Name des namensgebenden Orts LautĂ©m (Lautein) bedeutet „Heiliges Tuch.“cite-ref-20[20] Die Mehrheit der Bevölkerung gehört zu der Ethnie der Fataluku. Die am hĂ€ufigsten bei den Fataluku verwendeten Pflanzen zum FĂ€rben sind Nenuka, Charunu und Roko-Roko (Caesalpinia sappan fĂŒr Rottöne). Dazu kommen eingefĂŒhrte, synthetische Farben. Neben Ikat (Fataluku: Sisirana) und Sotis (Fataluku: kei’ lana) werden drei weitere Techniken benutzt: mit einem zusĂ€tzlichen Schussfaden (Rata Hurana), einem zusĂ€tzlichen Kettfaden (Ter) und die Bildwirkerei (porosana).cite-ref-soares12-11-1[11]

Bei den Motiven greift man bei den Fataluku auf Objekte aus der eigenen Umgebung zurĂŒck. Beim Fatu Hoi Lu werden die Muster der Schnitzereien der Heiligen HĂ€user (Fataluku: Lee-teinu) ĂŒbernommen. Vata Asa Kai Kai Roko zeigt Details von BlĂ€ttern der Kokospalme. Auch andere BlĂ€tter, Blumen und Tiere können als Vorbild dienen, ebenso aber auch KĂ€mme, ArmbĂ€nder oder die traditionellen Feuerstellen mit drei Steinen. Manche Motive sind bestimmten Familien, Kasten oder Dorfgemeinschaften vorbehalten. Einige Motive gelten als heilig, zum Beispiel wenn sie einen Bezug auf heilige StĂ€tten wie die Höhle von Ile KĂ©re KĂ©re, mit ihren vorgeschichtlichen Felszeichnungen, nehmen. Zu den heiligen Motiven gehört zum Beispiel Ifi Lau, ein Wurmmuster, das mit der Geschichte der Fonseca-Familie aus Tutuala verbunden ist.cite-ref-21[21]

Bei den Fataluku in Com (Gemeinde LautĂ©m) wird selbst gesponnenes Baumwollgarn mit gekauften Garnen kombiniert. FĂŒr die FĂ€rbung der Baumwolle werden Nenuka, Charunu und Schlamm benutzt. Drei klassische Typen werden in Com traditionell verwendet, wobei die Motive sich fĂŒr MĂ€nner und Frauen unterscheiden: Die Tais Sica Lau (auch Sikalao) werden bei traditionellen Zeremonien getragen. Dunkelbraun und Schwarz dominieren bei den Tais fĂŒr die MĂ€nner (Sica Lau Mane), Rot bei jenen fĂŒr die Frauen (Tais Sica Lau Feto). Tais Upulakuaru sind die in der Region um Com traditionell zu Zeremonien getragenen Tais, zum Beispiel fĂŒr Hochzeiten. Sie fallen durch buntere Motive auf. Sapulau tragen unverheiratete MĂ€nner und Frauen. Bei Hochzeiten muss der BrĂ€utigam 77 BĂŒffel als Mitgift einbringen, die Braut 10–15 Ikat-Tais (Sisirana Lau).cite-ref-ttl-com-22-0[22]

→

Hauptartikel

:

Kleidung der Fataluku

Wie in der nahegelegenen Landeshauptstadt Dili werden in Liquiçå vorwiegend gekaufte Garne verarbeitet, da hier nur wenig Baumwolle wĂ€chst. Traditionell unterscheidet man Tais Kiak, bei denen moderne Farben (Marineblau, Rot, GrĂŒn und andere) zum Einsatz kommen, und Tais Meyang. Auch in dieser Gemeinde dienen Tais als Mitgift der Braut. Sie ĂŒbergibt der Familie ihres zukĂŒnftigen Mannes zwei Tais, ein Schwein und Reis, wĂ€hrend der BrĂ€utigam einen BĂŒffel und 1000 US-Dollar als Brautpreis aufbieten muss.cite-ref-ttl-liqui-23-0[23]

Die typischen Tais in Laclubar (Gemeinde Manatuto) sind sehr bunt und haben an den RĂ€ndern Stickereien (Tuni). Sie zeigen Hirsche, HĂŒhner und Blumen. Das Garn wird meist von HĂ€ndlern gekauft. Die Tais fĂŒr MĂ€nner nennt man hier Tais Seubulu, die Tais fĂŒr Frauen Tais Hia. Neugeborene werden nach ihrem Geschlecht in den entsprechenden Tais eingehĂŒllt und den Nachbarn prĂ€sentiert. Bei MĂ€dchen geschieht das im Alter von fĂŒnf Tagen, bei Jungen, wenn sie sechs Tage alt sind. Brautpaare tragen Tais. WĂ€hrend der BrĂ€utigam zwei BĂŒffel und etwas Bargeld einbringt, besteht die Mitgift der Frau aus zwei Tais (je einem fĂŒr MĂ€nner und einem fĂŒr Frauen) und zwei Schweinen.cite-ref-ttl-manatuto-24-0[24]

Die Meeresechse und das Schwein sind Motive in Manufahi, die mittels Ikat auf die Stoffe gebracht werden. Das Schwein ist bei einigen Gruppen der Gemeinde heilig und darf daher bei ihnen nicht gegessen werden.cite-ref-turismo-3-25[3] Als Material dient in der Gemeindehauptstadt Same meist selbstgesponnene Baumwolle und gekauftes Garn aus dem indonesischen Atambua, die kombiniert werden.cite-ref-ttl-manufahi-25-0[25]

In Oe-Cusse Ambeno ist bei den zweiteiligen Tais eine Seite ein kleines StĂŒck schmaler als die andere. Die Tais Mane bestehen aus einem großen MittelstĂŒck mit Ikat-Mustern in Schwarz und Weiß, Schwarz und Orange oder Schwarz und Gelb. Die Motive sind oft floral oder christlicher Natur (zum Beispiel Putten) und gleichen jenen der Sica auf Flores, zu denen es historische Beziehungen gibt (siehe Topasse). Sie zeigen den portugiesischen Einfluss, der in Oe-Cusse Ambeno am stĂ€rksten auf Timor war und auch auf Flores fĂŒr die Motive die Ursache ist – ein deutlicher Kontrast zu den alleinigen Haken und Rhomben, wie sie sonst in Westtimor zu finden sindcite-ref-turismo-3-26[3] und bei denen man die Herkunft bei der Dong-Son-Kultur vermutet. Dazu kommen Krokodile, Geckos, Eidechsen und Schildkröten. Zeitgenössische Tais werden teilweise durch Eintauchen an den RĂ€ndern schwarz gefĂ€rbt.cite-ref-ttl-oecussi-26-0[26]

Siehe auch

:

Textile Tradition der Atoin Meto

Im Verwaltungsamt Viqueque (Viqueque) unterscheidet man verschiedene Tais. Tais Mane Adimeyang können von allen MĂ€nnern getragen werden, wĂ€hrend Tais Mane Nainurak dem Adel vorbehalten sind. Bei besonderen AnlĂ€ssen und in der Kirche tragen Frauen innen Tais Kuutilung und außen Tais Hena Modok. FĂŒr BegrĂŒĂŸungszeremonien sind Tais Hena und Tais Niniwar bei den Frauen und Tais Adimeyang bei den MĂ€nnern ĂŒblich. Diese tragen MĂ€nner auch bei Feierlichkeiten im Heiligen Haus (Uma Lulik), wĂ€hrend die Frauen zu Tais Hena Lakang greifen. FĂŒr andere Feierlichkeiten verwenden Frauen Tais Muuro, bei denen GrĂŒn, Blau und Violett als Farben dominieren, wĂ€hrend MĂ€nner freie Kleiderwahl haben.cite-ref-ttl-viqueque-27-0[27]

Siehe auch
Weblinks

Commons

: Tais

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Tais Timor-Leste – Überblick zu Thema Tais (englisch)
‱ Rosália E. M. Soares: The Textiles of Lautem – Timor-Leste
‱ Video: The Process of Making Textiles in Marobo (tetum, englisch)

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Rosália E. M. Soares: The Textiles of Lautem – Timor-Leste, S. 9, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-ttl-about-22. ↑ Tais Timor-Leste: About Tais (Memento vom 30. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 29. August 2017.
cite-note-turismo-33. ↑ Turismo de Timor-Leste: Tais: The Textiles of Timor-Leste (Memento vom 27. Januar 2007 im Internet Archive)
cite-note-44. ↑ Timor-Leste.tl: Timor-Leste Seeks UNESCO Recognition For Tais, 23. Juni 2020, abgerufen am 18. Juli 2020.
cite-note-55. ↑ Tatoli: UNESCO announces ‘Tais’ Timor-Leste as an intangible cultural heritage, 15. Dezember 2021, abgerufen am 15. Dezember 2021.
cite-note-66. ↑ RTP: UNESCO classifica `tais` como Património Imaterial em necessidade de salvaguarda urgente, 14. Dezember 2021, abgerufen am 15. Dezember 2021.
cite-note-77. ↑ Tatoli: PN timorense aprova 14 de dezembro como Dia Nacional de Tais, 18. Januar 2022 (Memento des Originals vom 20. Januar 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tatoli.tl, abgerufen am 20. Januar 2022.
cite-note-niner-88. ↑ Sara Niner: Strong Cloth: East Timorâ€Čs Tais (Memento vom 9. Mai 2008 im Internet Archive)
cite-note-99. ↑ Timor Agora: Governu Sei Lori Tais Timor Ba UNESCO, 13. Dezember 2016, abgerufen am 11. Februar 2017.
cite-note-1010. ↑ ANTIL: Governu Sei Rejista Tais iha UNESCO, 10. Februar 2017@1@2Vorlage:Toter Link/antil.tl (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven), abgerufen am 11. Februar 2017.
cite-note-soares12-1111. ↑ Rosália E. M. Soares: The Textiles of Lautem – Timor-Leste, S. 12, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-1212. ↑ Beispielbild von Rui Collection, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-1313. ↑ Kor Timor, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-1414. ↑ Sapo.tl: Tambor Dong Son vietnamita com cerca de 2000 anos encontrado em Timor-Leste, 18. November 2015, abgerufen am 18. November 2015.
cite-note-ttl-ainaro-1515. ↑ Tais Timor-Leste: Ainaro (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-laut-m-1616. ↑ Tais Timor-Leste: LautĂ©m (Memento vom 31. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-ttl-bobonaro-1717. ↑ Tais Timor-Leste: Bobonaro (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-cova-lima-1818. ↑ Tais Timor-Leste: Cova Lima (Memento vom 11. Juni 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-ermera-1919. ↑ Tais Timor-Leste: Ermera (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-2020. ↑ Rosália E. M. Soares: The Textiles of Lautem – Timor-Leste, S. 11, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-2121. ↑ Rosália E. M. Soares: The Textiles of Lautem – Timor-Leste, S. 13, abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-ttl-com-2222. ↑ Tais Timor-Leste: Com (Memento vom 31. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 31. August 2017.
cite-note-ttl-liqui-2323. ↑ Tais Timor-Leste: Liquiçá (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-manatuto-2424. ↑ Tais Timor-Leste: Manatuto (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-manufahi-2525. ↑ Tais Timor-Leste: Manufahi (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-oecussi-2626. ↑ Tais Timor-Leste: Oecussi (Memento vom 1. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 1. September 2017.
cite-note-ttl-viqueque-2727. ↑ Tais Timor-Leste: Viqueque (Memento vom 31. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 31. August 2017.